Freiheitsaufgaben oder die Ablehnung der Mutlosigkeit Lesung und Gespräch mit dem Autor Marko Martin
Rechtsruck im Osten, Verzagtheit im Westen.
37 Jahre nach der Einheit steht die deutsche Demokratie am Scheideweg: Stellen wir uns den Freiheitsaufgaben oder geben wir unsere Freiheit auf?
Marko Martin blickt über den Tellerrand der innerdeutschen Debatten zu den großen europäischen Stimmen wie Manès Sperber und André Glucksmann. Ein Appell gegen die Lockrufe nach autokratischer Entmündigung und für eine kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit.
Als gebürtiger Sachse, als Kriegsdienstverweigerer noch vor dem Mauerfall ausgereist, ist Marko Martin in Ost und West sozialisiert. Aus dieser besonderen Position hat er, als einer der wenigen, einen Blick für die Ausreden und Scheinheiligkeiten auf beiden Seiten. Seine Rede im November 2024 in Schloß Bellevue zum Jahrestag des Mauerfalls sorgte für breite Resonanz und ging viral. Zugewandt und weltläufig ermutigt uns Marko Martin, unser Verständnis von Freiheit zu überprüfen. Zu stark ist das Missverständnis vieler, diese bedeute automatisch Glück. Doch Freiheit heißt Verantwortung und ist nach Manés Sperber »die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit«. Könnte nicht gerade daraus so etwas wie Glück entstehen?
Marko Martin wird uns sein neues Buch »Freiheitsaufgaben« vorstellen – gerade nach der großen Debatte um seine Rede vor Bundespräsident Frank Walter Steinmeier eine absolute Leseempfehlung für Krisenzeiten. Klug, welthaltig und nicht ohne Heiterkeit.
- Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V.; Düsseldorfer Beiträge »Respekt und Mut«,