„Johannes Paul II. und das Ende des Kommunismus in Europa“ „mittwochgespräch“ Nr. 1856


Papst Johannes Paul II. war schon Jahre vor seinem Amtsantritt 1978 der Überzeugung, dass dem Kommunismus als Ideologie keine Zukunft offen stünde, auch wenn die von ihm geprägten politischen Systeme in Mittel- und Osteuropa noch existierten. Lange vor den Reformen Michael Gorbatschows entwickelte er eine Vision von einem vereinten christlichen Europa auf der Grundlage von Freiheit und Menschenrechten.

Die Rolle der moralischen Kraft der Wahrheit hat keiner so glaubwürdig verkörpert wie der Papst aus Polen. Bei seiner triumphalen ersten Papstreise nach Polen rief er zunächst seine Landsleute auf, sich ohne Angst einzumischen und ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, und erweiterte dann die Perspektive auf ganz Europa. Sein Aufruf zu Mut und Selbstvertrauen in Warschau 1979 und seine Ansprache zu Solidarität als Sozialprinzip vor den Danziger Werftarbeitern 1983 lösten in ganz Osteuropa gesellschaftliche Reformentwicklungen aus, die für die kommunistischen Regierungen nicht mehr kontrollierbar waren.

Referent: Prof. Dr. Karl-Joseph Hummel ist Historiker. Von 1993 bis 2015 war er der Direktor der Forschungsstelle der Kommission für Zeitgeschichte. Seit 2011 lehrt er als Honorarprofessor an der Universität Erfurt.

Info und Anmeldung: haensch@katholisches-duesseldorf.de, Tel: 0211 / 90 10 223

Eine Veranstaltung von Katholische Kirche in Düsseldorf und VHS Düsseldorf